Wortkunst Werner

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Lyrik ist Sprache

in die Seele gemalt…

 

Elmar Kupke

Poesie ist so verschiedenartig wie ein Fingerabdruck.

Rendezvous

 

Schleppend schleicht der Tag sich fort.

So ganz kann ich‘s nicht fassen.

Die Sonne fernab küsst den Horizont.

Die Müdigkeit hat mich verlassen.

 

Ein Regen tropfender Gedanken

Benetzt mein brennendes Gemüt.

Schlieren ziehen sich wie Ranken,

Verwischt wird das, was halb verglüht.

 

Heimlich bricht die Nacht herein.

Ich kann es keiner Weis‘ erklären.

Der Mond zieht grübelnd auch herbei.

Der Insomnie kann ich mich nicht verwehren.

 

In ihr schwarzes Kleid gehüllt,

Verführt sie mich und macht mich schwach.

Ihre Aufgabe hat sie gewiss erfüllt.

Sie hält mich immer wieder wach.

 

 

 

 

Tickende Gedanken

 

Ein Schimmern durch das kleine Fenster,

Obschon es langsam dunkel wird.

Von leuchtenden Punkten verziert;

Im Himmel Nebelschwaden wie Gespenster.

 

Der volle Mond drückt auf die Erde.

Der Sonnenspiegel ist so nah.

Nie zuvor ich ihn so riesig sah;

Als ob er mich bald greifen werde.

 

In Stille tickt die Uhr die Zeit davon; unheimlich.

Mein Herz in diesem Rhythmus schlägt

Und ein Gedanke sich in meinem Kopfe legt:

Ein jeder Stundenschlag zählt meine Zeit; unvermeidlich.

 

Lyrik

Emotionales Erleben in Gedichtform

Kalligraphie

 

Die Linie der Zeit,

Limitiert, doch malerisch.

Gleich einer Feder voller Tinte

Hinterlässt ein jeder Tag

Seine Spuren auf klarem Papier.

Die Handschrift möglichst schwungvoll,

So mancher hält sich ziemlich kurz.

Der Inhalt macht die großen Punkte.

Dem Lektor bleibt der Überblick.

 

 

 

 

Das Licht und die Dunkelheit

 

Der Steg aus Kristall,

Bedeckt von leuchtend weißen Federn,

Über der Unendlichkeit aus purem Schwarz.

Eine Allee umgeben vom Licht der Sterne,

Erschaffen für Engel, unerreichbar,

Erstreckt sich auf utopische Distanz.

Verschont von eisigem Wind

Und Sonnenstürmen, die Hülle unsichtbar,

Erschaffen nicht von Menschenhand.

 

Die Höhle verborgen

In einer Welt voll Dunkelheit,

Im Abgrund, Staub der Galaxien.

Ein Krater in der Dimension,

Wo einst Helligkeit den Raum durchflutete,

Dehnt sich aus und fordert immer mehr Tribut.

Doch wird das Licht sich niemals geben,

Der Finsternis und ihrem Bann.

Die Dunkelheit würde es gewiss nicht nehmen,

Denn existieren können beide nicht für sich allein.

 

 

 

 

Ein neuer Morgen

 

Sternenketten abgehängt,

die Mondessichel auch.

Das Schwarz zu Blau,

alltäglich Brauch.

 

Wie ein Feuersturm

das Sonnenrot.

Ein neuer Morgen

und das täglich‘ Brot.

 

Gold‘ne Kugel

im Zenit.

Die Sonne gibt,

die Erde zieht.

 

Und wieder rot,

die Dämm‘rung naht.

So wie man wirkt,

so erntet man die Saat.